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Zeit für mich




Zeit für mich

 

von Rachel Jankovic; Kapitel 12 aus „Loving the Little Years“

 

 

Jede Mama hat sich das schon oft gewünscht. Einfach ein bisschen Zeit allein. Ein ausgiebiges Bad, etwas Zeit um sich die Nägel zu lackieren, zum Frisör zu gehen, oder ein paar Stunden zu shoppen. Ab und zu brauchen wir einfach ein bisschen Freizeit. Mein Mann schickt mich gern mal weg, damit ich mir neues Strickgarn kaufen kann, oder mit Freundinnen einen Kaffee trinken. Und all das ist wirklich gut, denn es ermöglicht mir, danach wieder frisch ans Werk zu gehen.

Dir selbst ein wenig Zeit zu gönnen ist ab und zu notwendig. Ich erinnere mich noch daran, wie nach der Geburt der Zwillinge meine morgendliche Dusche gefährdet war. Sie brauchten mich einfach weiter, und weiter, und immer noch, bis es schon ziemlich spät wurde. Ich war noch im Schlafanzug. Da hatte ich plötzlich eine Idee. Ich würde die zwei einfach in ihre Bettchen legen und schnell unter die Dusche gehen. Sie würden vielleicht ein paar Minuten schreien – aber sie waren gestillt und sauber, sie würden es also überleben. Ich selbst hatte noch nichts gegessen und war auch nicht sauber, und ich würde es nicht überleben.

Ich legte die Zwillinge also in ihre Bettchen und sagte: „Ich bin in ein paar Minuten wieder da. Viel Spaß!“ und ging ins Bad. Wenn ich mich recht erinnere duschte ich in Rekordzeit und las dann noch ein paar Minuten meine Bibel.

All dies erzähle ich um zu zeigen, dass ich wirklich verstehe, dass man Zeit für sich selbst braucht. Es ist notwendig und fühlt sich fabelhaft an. Es ist nicht gut für die Kinder, eine erschöpfte, ungeduschte Mutter zu haben, also nimm dir ruhig die Zeit dafür. Finde eine Möglichkeit. Schalte wenn nötig eine Zeichentrickserie an– das bedeutet nicht das Ender der Welt.

Aber es gibt einen Trend, vor dem wir uns in Acht nehmen müssen. Muttersein ist eine sehr anstrengende Aufgabe. Es ist so fordernd und aufdringlich, dass es sogar deinen Körper einnimmt. Es benutzt deinen Körper, nicht selten recht unsanft. Das kann beginnen uns zu stören. Du hast vielleicht noch einige Kilo zu verlieren, und es beginnt dich zu ärgern. Vielleicht ist auch etwas in deinem Körper durch eine Schwangerschaft dauerhaft geschädigt worden. Du hast eine große Narbe, Schwangerschaftsstreifen, und ausgeleierte Haut. Und das ist dir lästig. Du hast wahrscheinlich nicht die Zeit, so viel Sport zu machen, wie du gerne würdest. All diese Dinge können wir als Angriff auf uns selbst und auf unseren Körper ansehen.

Es gibt zwei Punkte, die ich hier deutlich machen möchte.

 

Erstens: Unsere Körper ist ein Werkzeug, nicht ein Schatz. Du solltest nicht den Tag damit zubringen, deinen Körper in der Form zu halten, den er hatte, als du achtzehn warst. Lasse zu, dass er benutzt wird. Denn dein Muttersein nutzt deinen Körper genau so, wie Gott es für ihn vorgesehen hat. Wenn du stirbst möchtest du einen ramponierten und verbrauchten Leib haben. Kinder hinterlassen die richtigen Schäden.

Es gibt sicherlich Arten deinen Körper zu schädigen, die nicht von Gott geplant, und daher Ungehorsam sind. Aber dein Bauch wurde dafür geschaffen, Babys auszutragen und jede davon hinterlassene Spur ist nur ein Zeichen dafür, dass du dein Werkzeug gut nutzt. Unser Körper ist nicht dazu da, wie ein Museumsstück zur Schau gestellt zu werden. Er wurde uns nicht gegeben, um geschont zu werden, sondern um genutzt zu werden. Also lass deinen Körper willig gebraucht werden, und pflege ihn gern. Wenn du hart dafür arbeiten musst, den Babybauch wieder los zu werden (was wohl sein könnte), dann betrachte es als Instandhaltung deines Werkzeuges. Du möchtest deinen Körper wieder in Form bringen, um ihn weiter gut nutzen zu können. Vielleicht wird er noch für weitere Schwangerschaften gebraucht, oder einfach um für die Kinder zu sorgen, die du bereits hast. Wir sollten nicht danach streben, unseren Körper wieder in Form zu bringen, um ihn zurück aufs Podest zu stellen, wo niemand ihm etwas anhaben kann, oder ihn so zurecht zu machen, dass es aussieht als wäre nie etwas passiert. Dein Körper ist ein Werkzeug. Nutze es.

Dein Körper ist ein Werkzeug. Pflege ihn. Dass du deinen Körper für deine Kinder aufopferst ist keine Entschuldigung dafür, den Rest ihrer Kindheit in Jogginghosen herum zu schlurfen. Mit achtzehn Jahren warst du vielleicht dünn, ohne dich dafür anzustrengen. Mit dreißig, nachdem du einige Kinder zur Welt gebracht hast, kostet es wahrscheinlich mehr Anstrengung. Und falls es dich interessiert: Diese Worte kommen nicht von einer dieser Supermamas, die schlanker aus dem Krankenhaus kommen, als sie rein gegangen sind!  Meine Kinder haben ihre Spuren an mir hinterlassen!

Narben, Schwangerschaftsstreifen und ein Rettungsring sind alles Bestandteile unserer Arbeit am Reich Gottes. Eine christliche Frau kann in unserer heutigen Welt kein besseres Zeugnis ablegen, als wenn sie mit Freuden ihren Körper für andere hingibt. Während viele Frauen keine Kinder haben wollen, oder die Kinder abtreiben, die Gott ihnen schenkt, ist das Zeugnis einer Frau, die die Kosten kennt und willig in Kauf nimmt, weitreichend. Obwohl es eine reiche Belohnung gibt, ist das Opfer sehr real. Der Grund dafür, dass so viele Frauen keine Kinder wollen ist, dass es mit vielen Beschwerden und Opfern verbunden ist. Aber die richtige Reaktion auf diese Schwierigkeiten ist nicht, davon zu laufen, sondern sie mit Freude und Glauben zu überwinden.

Mein sehr liebevoller und weiser Mann hat mir am Ostermorgen einmal einen kleinen Brief geschrieben, zwei Wochen nachdem Daphne geboren war. Er schrieb auf den Umschlag: „An meine Frau, bevor sie heute Morgen zum Kleiderschrank geht“, oder etwas ähnlich Romantisches. In dem Brief ermutigte er mich dazu, mir vor Augen zu halten, dass es keine passendere Art gibt Ostern zu feiern (oder irgendeinen anderen Tag im christlichen Leben), als in einem Körper, der für andere aufgeopfert wurde.

Du solltest dir darüber im Klaren sein, dass dein Körper ein Zeugnis für die Welt ist, der ihr zeigt, wofür Gott ihn bestimmt hat. Trage dein Extragewicht fröhlich mit dir herum, bis du es fröhlich verlieren kannst. Sei nicht ärgerlich über die Schäden, die deine Kinder deinem Körper zugefügt haben. So wie eine Gitarre reift und mit dem Alter besser klingt, so kann dein Körper seinen Gott besser preisen, nachdem er gemäß Seinem Plan gebraucht wurde. Ärger dich nicht darüber, freue dich daran.

 

Zweitens: Die Welt hat eine sehr wirre Vorstellung von dem eigenen „Selbst“.  Sie denkt und vermittelt uns, dass wir alle einzelne Individuen seien, die sich auch mal zurückziehen müssen, um zu sich selbst zu finden. Eine Mutter muss baldmöglichst zu ihrem vorigen Arbeitsplatz zurückkehren, um sich selbst zu verwirklichen. Ehen werden aufgelöst, weil die Leute wieder sich selbst treu sein wollen. Sie wollen sich selbst leben.

Aber die christliche Sicht vom „Selbst“ ist anders, und du musst sicher stellen, dass du diese Sicht hast. Wir sind wie Figuren in einem Theaterstück. Unser eigentliches Selbst ist nicht irgendwo hinter dem Vorhang und wartet darauf entdeckt zu werden. Wer du bist ist wo du bist. Wenn du verheiratet bist, dann ist dein Selbst verheiratet. Die Geschichte entfaltet sich, und damit auch dein Charakter. Deine Kinder verändern dich in eine andere Person. Wenn du plötzlich die Panik bekommst, weil es alles so schnell ging und du dich selbst nicht mehr kennst, dann brauchst du nicht Zeit für dich allein. Was du brauchst, sind deine Leute. Schau dich um, schau auf die Menschen, die dich zu dem gemacht haben, was du bist: Dein Mann und deine Kinder. Studiere sie. Sie sind du. Wenn du dich selbst kennen willst, konzentriere dich auf sie.

Die Frau, die zu sich selbst finden will, indem sie die Menschen, die ihr nahe stehen, abweist und wegschickt, wird herausfinden, dass sie ein sehr gebrochenes kleines Wesen ist. Das wiederum führt dazu, dass sie die Menschen ablehnt, die sie aus ihrer Sicht zu dem gemacht haben, was sie ist. Sie wird sagen „Ich war einmal voller Energie. Aber diese Menschen nehmen, nehmen, nehmen von mir und ich habe keine Zeit einfach mal ich selbst zu sein.“ Und die Welt sammelt sich um sie und tröstet sie und sagt ihr, sie braucht mehr Zeit um ihren Träumen zu folgen.

Aber die christliche Frau muss sehen: „Ich war vorher so langweilig! Nun hat mein Charakter mehr Tiefe, ich habe Menschen, die ich lieben kann und es gibt Schweres, das ich tragen lerne.“ Der Blick einer christlichen Frau ist immer nach vorne gerichtet, niemals zurück. Deine Identität spiegelt sich in den Menschen wider, die dir nahe stehen.

Lass mich das nochmal von einer anderen Perspektive beleuchten. Als verheiratete christliche Frauen findet sich unsere Identität in unseren Ehemännern. Wir sind ihre Hilfen. Unsere Berufung ist menschen-orientiert. Es folgt daraus, dass du nicht wissen kannst, was deine Berufung ist, bis du weißt wer deine Berufung ist. Bis zu deiner Hochzeit bist du an keine bestimmte Person gebunden. Die Ehe gibt dir eine ganz neue Ausrichtung. Und Kinder tun das noch mehr. Nun ist es deine Berufung, deinem Mann eine Hilfe zu sein, indem du diese kleinen Persönchen groß ziehst. Menschen, Menschen überall, und keine Zeit für dich selbst. Aber denk daran, dass genau das deine Berufung ist. Es gehört zu dir. Sie gehören zu dir.

Wenn du wirkliche wertvolle „Zeit für mich“ haben möchtest, gehe mit deinem Mann auf ein Date. Unternimm etwas Besonderes mit deinen Kindern. Diese Menschen sind du selbst. Eure Identitäten sollen ineinander aufgehen, so hat Gott das Theaterstück geplant, und so sollen wir es aufführen.

 

Rachel Jankovic ist verheiratet mit Luke, Hausfrau und Mutter von sechs Kindern. Sie bloggt auf http://www.feminagirls.com

 

 

28.8.15 15:23
 
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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Julie / Website (31.8.15 15:59)
Ich weiß zwar nicht was es heißt eine Mutter zu sein, da ich selber erst 18 bin und keine Erfahrungen in diesem habe, aber ich finde man kann den Text auch auf andere bereiche beziehen. Vor allem aus das gängige Schönheitsideal.

Wirklich sehr schöne Worte!

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