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Wie es ist mit Kindern in die Gemeinde zu gehen

 

 

Wie es ist mit Kindern in die Gemeinde zu gehen

von Jessica auf smarttereachday.com

 

Könnt ihr euch noch daran erinnern, wie es war, zur Gemeinde zu gehen, als ihr noch keine Mama wart? Ich erinnere mich daran.

Tatsächlich war es als Single Frau ein großes Highlight für mich, in die Gemeinde zu gehen. Ich sah ausgesprochen ausgeruht aus, und war gut gekleidet.

Das musste auch so sein, denn ich hatte den Luxus genossen, bis 7:45 Uhr zu schlafen. Dann duschte ich gemütlich, nahm mir die Zeit, beide Beine zu rasieren (stell dir das mal vor!). Es war ruhig und friedlich, während ich mein Make-up auftrug. Ich hörte schöne, christliche Musik, und schlürfte heißen Kaffee. Dann schlüpfte ich in ein perfekt zusammengestelltes Ann Taylor Kostüm, natürlich mit passenden Schuhen mit hohem Absatz!

Ich meine, ihr wisst schon: Es war wichtig, in der Gemeinde gut auszusehen, denn - hallo - das war DER Ort, an dem ich zuallererst damit rechnen konnte, einen gutaussehenden, christlichen Banker kennenzulernen, der mich heiraten würde! (PS: Es hat nicht geklappt.)

Während dem Gottesdienst machte ich mir Notizen, las in meiner Bibel mit, und sang mit geschlossenen Augen die Lieder. All diese sehr geistlichen Dinge. Danach traf ich mich mit einer Freundin zum Essen, und wir sprachen über unser Geistliches Leben. Oder ich nahm mein Tagebuch mit in ein Cafe und dachte über das Wort Gottes nach. Damals war ich eine sehr gute Christin.

Nun, als Mutter, ist es fast genauso. Außer, dass es das genaue Gegenteil ist!

So wie letzte Woche zum Beispiel, als ich aus der Gemeinde nach Hause kam und mich zum Heulen fühlte / mir wie die schlechteste Mama der Welt vorkam / nur noch Mittagsschlaf machen wollte / nie mehr wieder in die Gemeinde gehen wollte.

Eine ganze Familie für den Gottesdienst fertig zu machen ist schwer. Sehr, sehr schwer. Natürlich, es gibt auch mal diesen ganz zauberhaften Tag, an dem alle frühzeitig die Treppe herunterkommen, bereits die richtige Sonntagskleidung anhaben, die tatsächlich passt, und jeder genießt das leckere, gesunde Frühstück, und lässt sich dann pünktlich und fröhlich in seinen Kindersitz anschnallen.

Ja, das kommt einmal im Leben vor.

Doch normalerweise müssen 74.569 Dinge erledigt werden, bevor man in die Gemeinde fahren kann, und jemand hat seit dem letzten Sonntag drei Schuhgrößen zugelegt, und nirgends ist genug saubere Kleidung für all die kleinen Leutchen zu finden. Um das Ganze noch besser zu machen, ist der kleinste Sonnenschein um 9:50 Uhr bereit für sein Schläfchen, aber stattdessen muss er um 10:00 Uhr in seinen Autositz geschnallt werden.

Auf dem Weg zur Gemeinde werden eines oder alle drei der folgenden Dinge passieren:

1. Jemand wird ununterbrochen von hinten gegen deinen Sitz treten.

2. Dir wird einfallen, dass du etwas wirklich wichtiges zuhause vergessen hast.

3. Es wird zwischen dir und deinem Mann eine intensive, halb unterdrückte Diskussion über etwas sehr Unerfreuliches stattfinden.

Du kannst dir sicher sein, sobald du in der Gemeinde angekommen bist, hat der Kampf gerade erst begonnen.

Wenn du ein Krabbelkind hast, muss ich dich meines tiefsten Mitgefühls versichern, denn ich weiß, dass du nur wenig vom Gottesdienst mitbekommen wirst. Du wirst die Wickeltasche nach etwas durchsuchen, das dein Kind beschäftigt (was aber nie drin ist), wirst im Eingangsbereich herumlaufen, und dein übermüdetes Kind mit irgendwelchen Rundbriefen und Kaffelöffeln ablenken.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass deine älteren Kinder mitten in der Predigt bemerken, dass sie einen Bärenhunger haben. (Bei uns in der Gemeinde gibt es für die Kinder nach dem Gottesdienst Bagels und Saft, und meine Kinder sind wie Spürhunde. Sie gehen durch die Eingangstür der Gemeinde = sie wollen Bagels und Saft.) Wenn du ein Kind hast, dass dazu neigt, Wutanfälle zu bekommen, dann wird es auch mehrmals im Jahr in der Gemeinde ausrasten. Aber es wird sich anfühlen, als wäre das viel häufiger der Fall, denn ein schreiendes Kind den Mittelgang entlang zum Ausgang zu zerren, ist eine Erfahrung, die sich schmerzlich ins Gedächtnis brennt.

Wenn der Gottesdienst dann vorüber ist, packst du die drei Büchertaschen zusammen, sammelst 17 Stifte ein, schnappst eine Wickeltasche, vier Wasserflaschen, einen Haufen abgelegter Kleidungsstücke, die Malbilder von fünf Kindern, inklusive einem fragilen Papiermobile ("Das ist für dich, Mama! Knick es nicht ab!", und fühlst dich schließlich wie ein Packesel, der eine große Wüste durchqueren muss. Womöglich siehst du auch genau so aus.

Du kommst beim Auto an, und fühlst dich innerlich nicht sehr heilig, sondern mehr... wie soll ich sagen... als wäre dein Geist von einer Millionen wilder Hengste zertrampelt worden.

Vielleicht, wenn du bist wie ich, hast du in deinen tiefsten Mamagedanken, auch einmal das eine oder andere der folgenden Dinge gedacht:

1. Was ist unser Problem, dass es so schwierig ist, in die Gemeinde zu gehen?

2. Warum mache ich das überhaupt?

3. Mache ich etwas falsch? Das ist nämlich wirklich unerträglich schwer.

Nun, heute bin ich hier, um dich aufzumuntern, und das selbstauferlegte Schweigen zu brechen, mit dem wir Mütter in der Gemeinde sind.

 

Hier ist die Wahrheit über Kinder in der Gemeinde:

1. Ja, es ist sehr schwer. Und nein, es ist nicht dein Fehler. Ich wette, dass jede einzelne Mutter dieser Welt, die versucht hat, ihre Kinder mit in den Gottesdienst zu bringen, sich schon überfordert, beschämt, entnervt, und fruchtlos gefühlt hat. Es ist einfach sehr schwierig, alle fertig zu machen, bei jedem für gutes Benehmen zu sorgen, und durch irgendein Wunder, bei dem ganzen Aufwand auch etwas mitzubekommen. Du bist nicht allein.

2. Es ist nicht sinnlos, auch wenn es sich anfühlt, als wäre es eine Verschwendung von Zeit und Kraft. Es ist keine Verschwendung. Und zwar deshalb:

Es ist sinnvoll, weil ich dem Gebot Gottes, den Sabbat zu ehren, den Versammlungen der Heiligen beizuwohnen, und nicht aufzugeben, gehorsam bin. Und das lebe ich meinen Kindern vor.

Mir scheint, meine Fähigkeit, zur Gemeinde zu gehen, ist jetzt kein bisschen geringer, als damals, als ich ein unbehelligtes junges Mädchen war, das pedantisch Mitschriften machte.

Denn wenn ich zur Gemeinde gehe, dann geht es nicht um mich selbst. Und es ging auch nie um mich.

Ich möchte das nochmal anders ausdrücken. Selbst wenn ich den Gottesdienstbesuch nicht mehr genießen kann, und nichts daran produktiv erscheint, ist das völlig egal. Wir gehen nicht in die Gemeinde, um uns zu entspannen, oder jemanden zu treffen, oder uns heiliger zu fühlen, oder mehr Frieden zu spüren.

Wir gehen in die Gemeinde, um Gott zu ehren, ihm zu gehorchen, ihn anzubeten, und unsere Kinder zu lehren, das gleiche zu tun.

Liebe Mama, die sich in der Gemeinde überfordert fühlt, ich verstehe dich. Das schweißtreibende Stillhalten eines übermüdeten Kleinkindes, das Einsammeln zerdrückter Salzbrezeln von Gemeindemöbeln, das Einschnüren kleiner Leute in Sonntagsschuhe und Autositze - bringe es alles als ein Opfer, als deinen Gottesdienst, vor deinen Vater.

 

"Lasst uns aber im Gutestun nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht ermatten." Galater 6,9

 

 

  Jessica Smartt unterrichtet ihre drei Kinder zuhause. Sie schreibt ihren Blog smarttereachday.com für Mamas, die sich zu viele Sorgen machen. 2014 hat sie ihr erstes Ebook veröffentlicht.

 

 

21.11.16 22:23
 
Letzte Einträge: Was den Charakter unserer Kinder beeinflusst, Wie du deine Zeit als Mama verschwendest, Die falschen Erwartungen zukünftiger Ehefrauen, 5 Dinge, die ich im Ehevorbereitungskurs nicht gelernt habe, Es könnte sein, dass du in diesen 10 Bereichen deinem Mann gegenüber respektlos bist, Die 50/50 Ehe: Warum sie nicht funktioniert


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(15.12.16 08:12)
Liebe Susanne, ein wunderbarer Artikel den du ausgesuchst hast, er spricht mir von der Seele und ich würde ihn sofort unterschreiben. Ich hätte fast annehmen können jemand hat seine sonntägliche Beobachtung unserer Familie auf Papier gebracht 😁😂 es hat mich seit langen mal wieder zum lauten Lachen gebracht und ermutigt! Liebe Grüße deine Mareen

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